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Rundbrief September 2011

Glaubwürdigkeit – Ein ethisches Prädikat

Der Kirchenlehrer Augustinus (354 – 430), der in Karthago Rhetorik studierte und später in Thagaste Grammatik und Rhetorik unterrichtete, hält die Glaubwürdigkeit des Redners für ein besonders wertvolles Gut. In seinen Büchern über die „christliche Lehre“ („De doctrina christiana“) fordert er, dass die Worte des Redners mit dem Gelebten übereinstimmen mögen. Dies aber gelinge vor allem, wenn dem Handeln des Sprechenden neben der „Seins-Ordnung“ schlechthin auch eine entsprechende sittliche „Willens-Ordnung“ zu Grunde liege.

Nun, dieses wohl zeitlose rhetorisch-sittliche Menschenbild hat von seinem postulierenden Charakter bis heute nicht an Bedeutung verloren. Sind doch jene Redner letztlich die überzeugendsten, an denen diese Identität von Verkündetem und Handeln erkennbar wird. Da Ethik als Disziplin der angewandten Philosophie die Lehre vom sittlichen Wollen und Handeln eines Menschen bedeutet, auferlegt sie auch demjenigen eine Verpflichtung zur Moralität, der in seinen rhetorischen Auftritten Sittliches verkündet und von den Zuhörenden einfordert.

Glaubwürdigkeit wird stets von anderen verliehen. Sie ist ein ethisches Prädikat, eine auszeichnende Bewertung für den Redner, dem damit eine Würdigung zuerkannt wird, die das Publikum als Fundament des Überzeugtwerdens empfindet.

In unseren Veranstaltungen legen wir auf die sittlich seriösen Auftritte der Sprechenden, gleich unter welchen Bedingungen, besonderen Wert. Wir wissen, dass dadurch die kommunikativen Beziehungen, namentlich im Führungsalltag, zur einer erfreulichen Kontinuität im menschlichen Miteinander geführt werden können.

Zitat aus unseren Seminarinhalten:

Glaubwürdig ist, wer lebt, was er sagt. Wahre Glaubwürdigkeit und bleibende Authentizität zeichnen die Überzeugungskraft des Redners aus!“

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Catinka Conrad

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