Rundbrief April 2013

Beziehungskultur

In einer Tageszeitung war vor einiger Zeit ein spanisches Sprichwort zu lesen:

„Gewohnheiten sind erst zart wie Spinnweben und dann fest wie Ankerseile.“

Mancher Leser mag sich angesichts dieser Volksweisheit an das Spannungsfeld erinnert fühlen, das seinen Lebensfluss gelegentlich überschattet: der Wunsch nach Autonomie seines Daseins einerseits und sich dennoch im Gefesseltsein an die Normen der unpersönlichen Außenwelt andererseits zu befinden.

In der Tat – die Welt des Gegenständlichen, des Außerpersönlichen, vermag den Einzelnen mit ungeheurer suggestiver Anziehungskraft zu binden; so sehr, dass viele Mitmenschen ein Leben in Ablenkung und Zerstreuung für sich als ein sinnerfülltes Dasein definieren. Leider gilt auch hier die Maxime: Wer im flachen Wasser dümpelt, braucht geistige Tiefe nicht zu fürchten! Die zivilisierten Dressurakte der Außenwelt manifestieren sich oft genug in wohl berechneten konditionierten Gesten, phrasenhaften Wortgebärden und einem populistischen psychischen Exhibitionismus. Wer dieses Maskenspiel häufig treibt, wird bald zum marionettenhaften Opfer eines anonymen Regisseurs!

Die Innenwelt unseres Menschseins jedoch will aufgesucht und genauer betrachtet werden. Wenn die äußere Rolle die Wesenstiefe nicht mehr verdeckt, befreit sich die menschliche Persönlichkeit aus der Gefangenschaft angstbesetzter Zwänge. Zwar ist der Weg in das wahre Innenleben oft schmerzlich; bedeutet er doch zumeist, die eigene Persönlichkeit aus den Fesseln der „Ankerseile“ herauszulösen.

Doch: In der freien Entfaltung unseres Daseins liegt die Chance zu einem neuen Begreifen unserer wahren Wesensbestimmung!

In unseren Veranstaltungen begleiten wir die Teilnehmenden auf ihrem Weg in die Innenwelt. Dabei ist es vor allem unser Anliegen, die unterschiedlichen persönlichen Wünsche nach individueller Entwicklung des Einzelnen in die Themenangebote zu integrieren.

Zitat aus unseren Seminarinhalten

„Leben ist auch ein schöpferisches Geschehen, ist ein Durchbrechen der Gewohnheitsschranken zu neuer Selbstentfaltung hin.“

Weitere Rundbriefe

Die Stille im Denken

Neun Monate ist es inzwischen her, dass Baldur Kirchner, der Begründer unseres Instituts, verstorben ist. Neun Monate, in denen wir ...

Traurige Nachricht

Leider müssen wir Ihnen heute die traurige Nachricht überbringen, dass Baldur Kirchner am 17. April im Alter von 83 Jahren ...

Verschmutzung im Wesensinneren

In einem Interview über das seelische Verletztsein eines Volkes zeichnet der Philosoph Peter Sloterdijk ein knappes Psychogramm dieses Traumas. Er ...

alle Rundbriefe

Kontaktieren Sie uns

Wir helfen gerne weiter

Sandra Dombrowski

Sandra Dombrowski

Leiterin Seminarorganisation

info@kirchner-seminare.de

0821 - 99 88 30 85

Wir sind Montag bis Donnerstag von 8:30 bis 17:00 Uhr für Sie da.

Standort

Kirchner-Seminare GbR

Zeugplatz 7

86150 Augsburg

Ihre Nachricht an uns